Fulminante Premiere
25. Oktober 2018

Austrian Robotics Award – and the winner is…

Von vollautomatischer Paketlieferung bis zur sensitiven Roboterhaut: Beim ersten Austrian Robotics Award wurden die innovativsten Köpfe des Landes prämiert.

Wien, 24. Oktober 2018 – Führende Persönlichkeiten aus Forschung, Industrie und Wirtschaft kamen im Palais Niederösterreich zusammen, um sich über den neuesten Stand der Robotertechnik zu informieren. Neben Konzepten, die bereits jetzt den Alltag vereinfachen oder der Industrie mehr Produktivität bringen, gab es auch einen Ausblick in die Zukunft. Ein besonderes Highlight war die Preisverleihung. Eine Expertenjury kürte innovative und zukunftsträchtige Projekte in vier Kategorien mit dem Austrian Robotics Award und vergab auch einen Sonderpreis.  Hier sind die Gewinner

Sensibelchen: Die patentierte Roboter-Sensorhaut „Airskin“ von Blue Danube Robotics setzte sich in der Kategorie Start-up/Spin-off durch.  Das Unternehmen entwickelte eine druckempfindliche Haut, die direkt an Industrierobotern angebracht wird.  Mit Hilfe dieser sensitiven Oberfläche können Mensch und Roboter in der Serienproduktion sicherer zusammenarbeiten. Das erhöht die Produktivität und vereinfacht die Sicherheitsbewertung.

Kategoriesponsor Johannes Reich-Rohrwig (CMS Reich-Rohrwig Hainz RAe), Andreaa Turcin, Daniela Thomann, Julia DiFranco (alle Blue Danube Robotics)

Kluges Köpfchen: Sieger in der Kategorie Unternehmen ist das selbstlernende und flexible Kommissionierungssystem „Rovolution“ von TGW Logistics. Es kann nach vorgegebenen Aufträgen Güter und Waren völlig selbständig zusammenstellen. Selbst unvorhergesehene Ereignisse können von „Rovolution“ autonom ohne menschliche Eingriffe korrigiert werden. Das senkt die Kosten für den laufenden Betrieb, die Wartung und die Ersatzteilversorgung.

ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki (rechts) lauscht Markus Gusenbauer und seinem Team Alexander Balasch, Stefan Aiglstorfer und Alexander Haupt (alle TGW Logistics)

Wenn der Postmann zweimal klingelt: In der Kategorie Uni/FH machte die TU Graz mit Ihrem vollautomatischen Paketlieferanten „Jetflyer“ das Rennen. Wenn es nach den Robotikexperten der TU Graz geht, werden Pakete künftig von einem fahrenden E-Auto mit Roboter am Steuer zugestellt. Gemeinsam mit der Post AG, Energie Steiermark und i-Tec Styria wurde bereits kräftig an der Umsetzung getüftelt und die autonome Zustellung in Graz getestet. Schon bald könnte der „Jetflyer“ aber auch über die Landesgrenzen hinaus aktiv sein.

HR-Partnerin Marlene Halikias, Preisüberträger Gregor Zethofer (DIE PRESSE), Gerald Steinbauer (TU Graz), Thea Roth (Post AG), Konstantin Lassnig (arti robots)

Ferngesteuert: Mit ihrem neuartigen Roboter-Antrieb punktete die HTL Wolfsberg in der Kategorie Schule.  Die Fachrichtung Mechatronik präsentierte einen robusten Roboterantrieb mit bedienerfreundliche Benutzeroberfläche. Die Roboter lassen sich per PC, Tablet oder Smartphone exakt steuern. Somit brauchen Betriebe nicht in zusätzlich Hardware zu investieren, sondern können auf bestehende Geräte zurückgreifen.

Moderatorin Elisabeth Biedermann, Marlene Halikias, Kategoriesponsor Alexander Nemecek (FH Wiener Neustadt), Clemens Klösch und Philipp Eberhard (beide HTL Wolfsberg)

Sonderpreis für den Teamgeist: In der Vision des oberösterreichischen Unternehmens DTF Maschinenbau bilden Mensch und Maschine ein Team. Ziel ist es, das Vertrauen in die Fähigkeiten des Roboters zu stärken, was beispielsweise die Montage von schweren Bauteilen erleichtern soll. Das Forschungsprojekt „Du=Roboter, Ich=Mensch, Wir=Team“ von DTF wurde mit dem Sonderpreis belohnt.

Stefan Waser, Margit Wolfgesgruber und Jürgen Prenninger (alle DFT Maschinenbau) mit Wolfgang Laserer (Grant Thornton Austria)

Eingeläutet wurde die Veranstaltung mit einem spannenden Vortragsprogramm: Um die neue Disziplin Mensch-Roboter-Interaktion ging es bei Astrid Weiss, Senior Researcher der TU Wien. Anschließend führte Friedrich Urbanek von Xephor Solutions das Publikum in die Welt des Maschinendenkens ein. Julia DiFranco von Blue Danube Robotics gab eine Übersicht über den aktuellen Stand der kollaborativen Robotik. Corinna Engelhardt-Nowitzki, Departmentleitung Technikum Wien, bannte die Zuhörer mit ihren 10 Thesen über die Zukunft von Robotics und künstliche Intelligenz. Anschließend fesselte Felix Krause, Google-Shootingstar made in Niederösterreich, mit seinem Appel für den Ausbau von Robotics als Unterrichtsgegenstand.

Der Austrian Robotics Award ist eine Initiative des Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsunternehmens Grant Thornton Austria und des Vereins robo4you. Wolfgang Laserer, bei Grant Thornton für Industriekunden zuständig, zieht ein positives Fazit: „Mit dem Austrian Robotics Award ist es gelungen, eine breite Öffentlichkeit für das Thema Robotics zu interessieren. Wir freuen uns, dass beim Austrian Robotics Award Unternehmen teilgenommen haben, die als Hidden Champions längst auf die Bühne gehören. Denn gerade im sich ständig wandelnden Wirtschaftsumfeld gehören Robotics zu jenen Bereichen, denen Experten ein enormes Wachstumspotential bescheinigen.“ „Bei der Premiere wurden so viele ausgezeichnete Projekte eingereicht, dass wir auch einen Sonderpreis vergeben konnten“, freut sich Michael Stifter von Co-Initiator robo4you. „Der Austrian Robotics Award bietet Zugang zu neuen Technologien, herausragenden Talenten und Ideen für Start-Ups. Kontakte und Netzwerke zu dynamischen und innovativen Akteuren werden aufgebaut und für Niederösterreich nutzbar gemacht. All diese Aspekte sind für die heimische Wirtschaft und für uns als Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich von zentraler Bedeutung“, so ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki. Zu den Sponsoren des Austrian Robotics Awards gehören neben ecoplus, CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte und die Fachhochschule Wiener Neustadt.

   

 

 

Niederösterreichs Robotik-Elite mit Hausherr ecoplus, v.l.n.r. Wolfgang Hansal (hirtenberger engineered surfaces ), Rainer Gotsbacher und Helmut Miernicki (beide ecoplus), Felix Krause (Google), Michael Stifter und Harald Haberstroh (beide robo4you), Matthias Gerstl (hirtenberger engineered surfaces )

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Download der Vorträge folgt.

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